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Let’s talk about Abaan

Aktualisiert: 10. März

Es wird Zeit, dass wir mal über ein Thema sprechen, das quasi alle unter uns mehr oder weniger, aber vermutlich eher mehr als weniger betrifft oder besser gesagt… beschäftigt:

Arbeit.


Wie oft habt ihr euch schon gefragt, wie das so Leben wäre ohne zu arbeiten? Ohne sich jeden Tag den Wecker zu stellen, ohne jegliche berufliche Verpflichtungen, einfach sein… ohne Chef*innen, Kolleg*innen oder nervenaufreibende Angestellte… ohne Leistungsdruck, Halbjahres- oder Karrieregespräche? Ohne Akquiseanrufe, Pitches und Jahresabschlussrechnung?

Na, wie fühlt sich der Gedanke an? Richtig gut, oder?


Ich finde auch. Allerdings… irgendwas fehlt dann doch: Geld zum Leben.

Und vielleicht ein Grund zum Aufstehen (Leute, die Hobbys und Leidenschaften oder zumindest Familie oder andere Verpflichtungen haben, nehme ich hier natürlich aus und sage: herzlichen Glückwunsch! Ihr habt euren Sinn im Leben jenseits der Arbeit vielleicht schon gefunden. Bzw.: Sorry, dass ihr so viel um die Ohren habt, dass selbst ohne Arbeit 100% eures Alltags schon fremdbestimmt und verplant wären).

Aber, was viele vergessen, ist, dass ohne Arbeit auch ein riesiges Stück Anerkennung, Identität und bestimmt auch Ego abhandenkommen. Alle, die schon mal arbeitslos oder länger in Elternzeit waren, wissen, wovon ich spreche.

Nicht umsonst arbeiten sich so viele ins Burnout…


Aber was weiß ich schon von Burnout… Mein Leben lang schramme ich eher an der anderen Seite des Spektrums entlang: innerliche Leere während der gewissenhaften Aufgabenerfüllung zwischen 9:00 und 18:00. Gerade diese Bedeutungslosigkeit macht es mir in den meisten Fällen unmöglich, über die geforderten 8 Stunden hinaus Engagement zu zeigen. Überstunden.. bei mir fehl am Platz.

Work hard, play hard, my ass!

Aber genau das ist es doch, was die Macher*innen unserer Gesellschaft ausmacht: Stress, Verausgabung über die eigenen Grenzen hinweg, sich wichtig fühlen…


Könnte hier und da ein Kündigungsgrund sein: mangelnde Übererfüllung der Abmachungen im Arbeitsvertrag. Aber wenn wir eh bald alle von künstlicher Intelligenz ersetzt werden, spielt auch das keine Rolle mehr. Dann können wir zusammen ohne Wecker aufwachen und endlich alles machen, was wir immer schon mal machen wollten.


Da sitze ich nun also… arbeitslos oder besser arbeitsfrei. Alle Zeit der Welt für die ersehnte Selbstfürsorge (klar, Morgenroutine, Journaling, Morningwalk, Mediation … alles dabei, das nächste Yoga Retreat ist auch schon gebucht). Und tatsächlich bin ich vermutlich (Achtung, jetzt wirds schlimm) eine bessere Version meiner selbst (boa das klingt echt furchtbar cringe, trotzdem wahr) als zu Zeiten, in denen ich 8 Stunden mit einer mich unglücklich machenden Arbeit verbracht habe. Trotz zermürbender Zukunftsängste bin ich entspannter, ausgeglichener und wahrscheinlich auch netter.


Und doch will ich wieder zurück. Zurück zur Lohnarbeit. Ich will wieder ein Teil der Gesellschaft sein. Naja und Geld brauche ich natürlich auch.


Wie wär’s also mit einem Neuanfang. Weg von den Bullshit-Jobs, hin zu was Sinnvollem. Das wär’s doch! Es ist doch Fachkräftemangel. Da muss es doch allerhand geben, worin man sich neu verwirklichen kann. Die Recherche für Quereinstieg resultiert in offenen Stellen für Lokführer*innen bzw. Lokführer (Mensch*) und natürlich Lehrkräfte aller Art. Mit motorisierten Fahrzeugen kann ich leider überhaupt nicht. Kinder find ich ganz ok. Allerdings kann ich aus sehr persönlichen Gründen den Lehrberuf nicht ausüben.


Dann also doch machen, was alle zwischen 35 und, sagen wir mal, 50 machen, die geläutert von der Businesswelt sind und schon so einiges in ihrem persönlichen Leben erlebt haben, aus dessen Erfahrungen sie andere mit ähnlichen Schicksalen bereichern könnten: Coach*in. Yes, das sollte ich werden. Zwar kein Burnout, aber eine schwierige Zeit, die ich als Aufhänger und Marketingstory nutzen könnte, finde ich bei genauerer Betrachtung meiner Vita bestimmt auch noch. Und wer möchte nicht mit mir und meinen zertifizierten Ratschlägen endlich in seine/ihre Kraft kommen. Ja, das ist es. Vielleicht könnten wir ein ganzes Business draus machen:

Die Paf hat Pfiff Life Academy. Für alle, die nicht weiter wissen! “Find your inner Pfiff” oder “Pfiff up your life!”


Für mutige Interessierte biete ich erste Übungsstunden an (also Übung für mich, Lifechange für dich). Die Aufwandsentschädigung von 2 Bitcoin pro Session könnt ihr gerne ans Redaktionskonto paypalen.


Klingt aber doch auch wieder ganz schön anstrengend, so ein eigenes Business...

Hier bin ich im Herzen ganz Gen Z: 40 Stunden sind einfach too much! Und idealerweise würden wir nicht all unsere Motivation, Tatkraft und Hirnschmalz für Firmen und Arbeitgeber verschwenden, die der Welt so absolut nichts bringen (auch wenn Values, Mission- und Vision-Statements auf deren Websites natürlich ganz anderes behaupten). Wie wäre es, wenn wir stattdessen endlich alle die Freiheit hätten, unseren Interessen nachzugehen? Mehr Raum für Care-Arbeit, soziales Engagement und persönliche Entfaltung! #imagine

Dann also doch das bedingungslose Grundeinkommen als Lösung? Ich hab mich beworben... Und das, obwohl ich als geborene Pessimistin auch nicht so richtig glauben kann, dass das in der Realität funktionieren würde. Ich kann die Befürchtung, dass manche Leute das ausnutzen würden (und noch schlimmer: die Befürchtung, dass ich zu diesen “manchen Leuten” gehören könnte), nicht leugnen.


Was bleibt dann noch? Aussteigerdasein auf den Kanaren?

Puh... So ganz ohne Konsum und Kapitalismus? Und das Leben ohne Jahreszeiten muss auch geübt sein. Das sollte ich erstmal antesten. Ihr findet mich also erstmal in Klausur in unserer Paf-hat-Pfiff-Zweigstelle auf Malle. Da kann ich mich dann vom Leben erholen, mein Potenzial weiter entfalten und an neuen Konzepten und Zukunftsstrategien arbeiten. Vielleicht hat Paf hat Pfiff dann auch endlich eine Vision samt Mission-Statement.


In diesem Sinne: Seid gespannt & always stay hydrated!

Und nein, dieser Text wurde nicht mit ChatGPT geschrieben… nicht mal gebrainstormt… was auch an den Fehlern und anderen Ungereimtheiten zu erkennen ist.

Paf hat Pfiff bleibt real. Bleibt ihr es auch!


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